Ehemaliger BV Weckhoven Spieler nun bei Germania Mallorca
FC Germania Mallorca schlägt zwei Klassen höher spielenden Gegner
Felix Westphal mit Traum-Solo, Danny Foerster sorgt für den Siegtreffer
Magaluf, 7. September 2026
Das war mehr als nur ein Testspiel: FC Germania Mallorca hat am Montagnachmittag mit einem 2:1-Erfolg bei Playas de Calvià ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der Gegner spielt zwei Klassen höher – dennoch hielt Germania nicht nur mit, sondern verdiente sich am Ende den Sieg.
Um 16:30 Uhr wurde die Partie im Camp de Futbol in Magaluf vor etwa 80 Zuschauern angepfiffen. Von der ersten Minute an entwickelte sich bei Temperaturen von rund 32 Grad Celsius ein schnelles und intensives Spiel. Das Tempo lag teilweise auf Bezirksliga-, phasenweise sogar auf Landesliga-Niveau. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und ließen nur wenige klare Möglichkeiten zu.
Westphal mit einem Traumtor
In der 30. Minute durften die Germanen erstmals jubeln. Nach einer Ecke von Playas wurde der Ball weit nach vorne gespielt und dort stand kurz vor der Mittellinie Felix Westphal. Was anschließend folgte, war sehenswert: Westphal startete einen langen Sololauf auf das gegnerische Tor und lupfte den Ball schließlich über den herauskommenden Torwart hinweg ins Netz – 0:1 für Germania Mallorca!
Nach der Pause erhöhte Playas den Druck. In der 50. Minute hatte Germania durch Danny Förster die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Sein Kopfball ging jedoch über das Tor.
Fünf Minuten später fiel der Ausgleich. Ein Angreifer von Playas setzte sich auf der linken Seite an der Germania-Verteidigung vorbei und traf aus kurzer Distanz. Für den Germania-Torwart Gavin Didzilatis war bei diesem Abschluss nichts zu machen. Der Treffer hatte allerdings Folgen: Germanias Trainer Torsten Legat musste verletzungsbedingt den Torhüter wechseln.
Niklas Thanhofer als Fels in der Brandung
In der Germania-Abwehr verdiente sich insbesondere Kapitän Niklas Thanhofer ein Sonderlob. Bei hohen Bällen, Eken und Standards war er kaum zu überwinden und präsentierte sich als regelrechter Turm in der Abwehr. Immer wieder gewann er wichtige Kopfballduelle und sorgte dafür, dass Playas de Calvia trotz zunehmenden Drucks nur selten wirklich gefährlich wurde.
Ab der 50. Minute musste Germania allerdings einige brenzlige Situationen überstehen. Die Hitze machte beiden Mannschaften zu schaffen. Bei Temperaturen von rund 32 Grad wurde das hohe Tempo zunehmend zur körperlichen Belastung.
Förster macht den Unterschied
In der 65. Minute wurde Danny Förster nach einem Foul etwa 22 Meter vor dem Strafraum gestoppt. Der anschließende Freistoß landete am Querbalken – Pech für Germania. Knappe zehn Minuten später durfte Förster dann aber doch jubeln. In der 73. Minute setzte sich Armando Grau auf der rechten Seite kraftvoll durch und passte den Ball flach präzise in die Mitte. Dort lauerte Danny Förster in Goalgetter-Manier und vollendete aus fünf Metern eiskalt zur 1:2-Führung. Die Führung ließ sich Germania anschließend nicht mehr nehmen. Auffällig war, dass beide Mannschaften nur selten mit Flanken operierten. Stattdessen wurde das Spiel überwiegend schnell und direkt nach vorne getragen. Auch die Spielleitung sorgte gelegentlich für Diskussionen: Der Schiedsrichter ließ die körperbetonte Spielweise der spanischen Mannschaft häufig laufen.
Ein Sieg, der Mut macht
Als der Schlusspfiff ertönte, war die Freude bei Germania Mallorca entsprechend groß. Ein 2:1-Sieg gegen einen Gegner, der zwei Spielklassen höher spielt – das Ergebnis darf durchaus als Erfolg gewertet werden.
Die Partie im Camp de Futbol in Magaluf wurde zudem per Livestream übertragen. Organisation, Übertragung und das Umfeld unterstrichen, dass sich bei dem noch jungen Verein einiges entwickelt. Für Germania war es deshalb nicht nur ein Sieg, sondern vor allem ein weiterer Beleg dafür, dass die Mannschaft auch gegen höherklassige Gegner bestehen kann auf ihrem langen Weg in die höchste spanische Liga.
Danny Foerster, mit mittlerweile 8 Toren in 7 Spielen, sagte nach dem Spiel, dass es ihm, insbesondere wegen der hohen Temperaturen, mehr körperlich abverlangt hat als ihm lieb war. Jetzt freut er sich auf das letzte Vorbereitungsspiel am 10.9. und den Saisonstart am 20.9. mit einem Heimspiel gegen C.E. Campanet.







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